DWZ und Elo: Was sind Wertungszahlen?
DWZ (Deutsche Wertungszahl) und Elo sind Zahlensysteme, die die Spielstärke eines Schachspielers ausdrücken. Je höher die Zahl, desto stärker der Spieler. Die DWZ wird ausschließlich in Deutschland verwendet und von allen offiziellen Turnieren innerhalb Deutschlands ausgewertet. Die Elo-Zahl hingegen ist international anerkannt und wird vom Weltschachbund (FIDE) verwaltet.
Wie bekommt man eine DWZ oder Elo? Ganz einfach: Indem man an gewerteten Turnieren teilnimmt. Für eine DWZ benötigt man mindestens fünf gewertete Partien, die gegen Spieler mit bereits bestehender DWZ gespielt wurden. Die Elo-Zahl wird ab einem internationalen Turnier vergeben, bei dem man mindestens fünf Partien gegen Elo-bewertete Gegner gespielt hat.
Damit eine DWZ oder Elo erstmalig ausgewertet und vergeben wird, darf man in diesen Partien weder die volle Punktzahl noch null Punkte erzielt haben. Mindestens ein Remis oder ein Teilerfolg ist also notwendig, um eine erste Wertungszahl zu erhalten.
Es gibt unterschiedliche Elo-Zahlen für Langzeit-, Schnellschach- und Blitzpartien. Diese Zahlen werden getrennt voneinander ausgewertet. Einsehen kann man seine DWZ auf der Website des Deutschen Schachbundes. Elo-Zahlen sind über die Website der FIDE abrufbar. Die Zahlen werden regelmäßig aktualisiert und helfen Spielern, ihre Fortschritte und Erfolge genau zu verfolgen.
Detailwissen
Um eine DWZ zu erhalten, muss man Mitglied in einem deutschen Schachverein sein und einen Spielerpass beim Schachbund besitzen. Um diesen Spielerpass kümmern sich die Vereine für ihre Mitglieder. Ein Spielerpass kostet den Verein einen jährlichen Beitrag an den Verband. Dieser Beitrag wird durch Mitgliedsbeiträge finanziert.
Für eine Elo benötigt man eine FIDE-ID. Diese kann man über den Schachbund beantragen, wobei auch hier die Vereine häufig unterstützen.
Findet ein Turnier im Ausland statt, welches nicht offiziell DWZ-ausgewertet ist, kann dennoch eine DWZ-Auswertung erfolgen. Hierbei wird für die DWZ-Berechnung die Elo der Gegner herangezogen. Die Details regelt die Wertungsordnung des Deutschen Schachbunds, siehe weiterführende Links.