Fairplay im Schach
Schach lebt von gegenseitigem Respekt, am Brett und darüber hinaus. Fairplay ist dabei mehr als Regeltreue: Es beginnt beim Handschlag vor der Partie und reicht bis zum Umgang der Vereine untereinander. Diese Seite fasst zusammen, was Fairplay im Schach bedeutet, für Spielerinnen und Spieler, Eltern und Vereine.
Am Brett
Die Grundhaltung ist einfach: Der Gegner ist Partner im Spiel, kein Feind. Dazu gehören der Gruß vor und nach der Partie, Ruhe am Brett, keine Störungen des Gegners, ehrliches Melden von Regelverstößen auch gegen sich selbst, und selbstverständlich der Verzicht auf jede unerlaubte Hilfe. Wer verliert, gratuliert, wer gewinnt, bleibt bescheiden, das klingt altmodisch und trägt doch jede Turnierfreundschaft.
Dabei gilt: Ein regelkonformer Zug ist nicht automatisch ein fairer. Wer einen Punkt nur gewinnt, weil der Gegner krank ist, stark abgelenkt wird oder von außen geholfen wurde, hat den Punkt, aber womöglich Vertrauen verloren. Auch aus der Unsicherheit oder Überforderung eines Gegners einen Vorteil zu ziehen, verletzt den Geist des Spiels. Umgekehrt verdient starke Gegenwehr Anerkennung, auch wenn sie nicht zum Sieg reicht, und nach der Partie dürfen Fehler benannt werden, nur nicht verletzend, jede Partie ist eine Gelegenheit zu lernen.
Neben dem Brett
Fairplay gilt auch für alle Begleiter: Eltern feuern nicht an, kommentieren keine laufenden Partien und überlassen Reklamationen der Turnierleitung, mehr dazu auf der Seite Der erste Turniertag. Trainer und Betreuer sind Vorbilder, gerade nach bitteren Niederlagen ihrer Schützlinge.
Zwischen den Vereinen
Auch Vereine sind einander zu Fairness verpflichtet: Jeder Verein investiert Zeit und Herzblut in die Förderung seiner Kinder und Jugendlichen, gezielte Abwerbung verbietet sich. Wenn eine Familie aus eigenen, guten Gründen wechseln möchte, läuft das fair und transparent ab, wie, das beschreibt die Seite Vereinswechsel.
Materialien der Deutschen Schachjugend
Die Deutsche Schachjugend hat Fairplay zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht und stellt gute Materialien bereit, von der Fairplay-Vereinbarung, der Vereine beitreten können, auch Hamburger Vereine sind dort gelistet, bis zu Aktionsideen:
- Fairplay bei der DSJ, die Übersichtsseite mit Materialien
- Der DSJ-Fairplaypreis, mit dem vorbildliches Verhalten ausgezeichnet wird
Und vielleicht beginnt Fairplay genau dort, wo es keine Regel mehr vorschreibt, sondern wo es freiwillig gelebt wird.