Vereinswechsel: So funktioniert der Wechsel

Ein Vereinswechsel ist im Schach nichts Ungewöhnliches. Ein Umzug, veränderte Trainingszeiten, Freunde im anderen Verein oder ein passenderes Trainingsangebot, es gibt viele gute Gründe. Der Wechsel ist geregelt und läuft in den allermeisten Fällen unkompliziert ab. Diese Seite erklärt das Verfahren und worauf zu achten ist.

Hinweis: Verbindlich sind allein die Ordnungen des Deutschen Schachbunds und des Hamburger Schachverbands sowie die Satzung des jeweiligen Vereins. Diese Seite erklärt das Verfahren allgemein und ersetzt nicht den Blick in die aktuellen Regelwerke.

Was beim Wechsel erhalten bleibt

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die DWZ und die Elo-Zahl gehören zum Spieler, nicht zum Verein. Sie bleiben beim Wechsel vollständig erhalten. Auch die Turnierhistorie und erspielte Titel gehen nicht verloren.

Der Spielerpass, also die Mitgliedschaft in der Verbandsdatenbank, wird beim Wechsel vom neuen Verein umgeschrieben. Darum muss sich niemand selbst kümmern, das erledigen die Vereine über den Verband.

Das Verfahren Schritt für Schritt

  1. Gespräch mit dem alten Verein. Ein offenes Wort ist fairer Stil und vermeidet Missverständnisse. Zu klären sind die Kündigungsfrist der Mitgliedschaft, sie steht in der Vereinssatzung, und offene Beiträge.
  2. Eintritt in den neuen Verein. Die Aufnahme läuft wie jede Neuanmeldung über den neuen Verein.
  3. Umschreibung des Spielrechts. Der neue Verein beantragt die Umschreibung beim Verband. Je nach Zeitpunkt kann der alte Verein um Freigabe gebeten werden.
  4. Spielberechtigung abwarten. Für Einzelturniere besteht die Spielberechtigung in der Regel sofort. Für Mannschaftskämpfe gelten Stichtage und gegebenenfalls Wartefristen, siehe unten.

Stichtage und Wartefristen

Beim Mannschaftsspielbetrieb ist der Zeitpunkt des Wechsels entscheidend. Die Mannschaftsmeldungen für die Saison erfolgen zu festen Stichtagen. Wer danach wechselt, kann für die laufende Saison unter Umständen nicht oder erst nach einer Wartefrist für den neuen Verein an Mannschaftskämpfen teilnehmen. Ein Doppeleinsatz für zwei Vereine im selben Wettbewerb ist ausgeschlossen.

Als Faustregel gilt: Wer zum Saisonende wechselt, also im Frühsommer, hat die wenigsten Einschränkungen. Die konkreten Stichtage und Fristen regeln die Spielordnungen von DSB und HSchV beziehungsweise die Ausschreibungen der Jugendwettbewerbe des HSJB.

Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen

  • Schulschach ist nicht betroffen. Die Teilnahme an Schulschach-Wettbewerben hängt an der Schule, nicht am Verein. Ein Vereinswechsel ändert daran nichts.
  • Laufende Jugendsaison. Auch in den Jugendligen gelten Meldestichtage. Ein Wechsel mitten in der Saison sollte vorher mit den Jugendleitungen beider Vereine besprochen werden, damit das Kind nicht ungewollt für den Rest der Saison ohne Mannschaftseinsatz bleibt.
  • Das Kind entscheidet mit. Bei Kindern hängen am Verein Freundschaften und vertraute Trainer. Ein Wechsel sollte nie allein aus sportlichen Erwägungen der Erwachsenen erfolgen.

Fairer Umgang

Die Hamburger Schachvereine arbeiten in Ligen, Ausschüssen und im Jugendbereich eng zusammen. Ein Wechsel in gegenseitigem Respekt, mit offener Kommunikation und geordneter Übergabe, ist im Interesse aller Beteiligten. Wer unsicher ist, kann sich an die Jugendleitung des eigenen Vereins oder an den HSJB wenden.